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    Affiliate MarketingMatthias Beckmann

    Affiliate-Links rechtlich korrekt kennzeichnen: Was du wirklich wissen musst – und was dich teuer zu stehen kommt

    Affiliate-Links rechtlich korrekt kennzeichnen: Was du wirklich wissen musst – und was dich teuer zu stehen kommt
    Empfehlung zum Artikel:SOCIAL CONTENT SYSTEM ansehen

    Affiliate-Links müssen in Deutschland als Werbung gekennzeichnet sein. Das gilt nicht nur für Influencer mit hunderttausend Followern, sondern auch für dich, wenn du einen Blog betreibst, eine Newsletter-Liste aufbaust oder Empfehlungen auf Instagram teilst. Ein vergessener Hinweis kann eine Abmahnung nach sich ziehen. Kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, es jetzt ein für alle Mal richtig zu machen.

    Warum die Kennzeichnungspflicht existiert – und was sie wirklich bedeutet

    Der Kern ist einfach: Wer für eine Empfehlung Geld bekommt oder eine Provision erhält, darf das nicht verbergen. Leserinnen und Leser sollen selbst entscheiden können, ob sie einer bezahlten Empfehlung genauso viel Gewicht geben wie einer unabhängigen Meinung. Das regelt in Deutschland das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie der Medienstaatsvertrag. Die Grundregel: Ist eine Gegenleistung im Spiel, ist es Werbung. Und Werbung muss als solche erkennbar sein.

    Das bedeutet: Selbst wenn du überzeugt bist, dass das Produkt wirklich gut ist, bleibt die Kennzeichnungspflicht bestehen. Deine persönliche Meinung spielt keine Rolle. Entscheidend ist die Frage, ob du eine Provision bekommst, wenn jemand über deinen Link kauft. Die Antwort lautet ja. Also: Kennzeichnen.

    Wer das ignoriert, riskiert Abmahnungen von Mitbewerbern oder Verbraucherschutzorganisationen. Sandra, eine Bloggerin aus Hamburg, die über nachhaltige Haushaltsprodukte schreibt, hat genau das erlebt. Sie hatte Affiliate-Links von Amazon PartnerNet in ihren Artikel eingebaut, ohne einen Hinweis zu setzen. Drei Monate später kam eine Abmahnung. Kosten: über 500 Euro für die anwaltliche Bearbeitung.

    Wichtig zu wissen: Die Kennzeichnungspflicht gilt plattformübergreifend. Blog, YouTube-Beschreibung, Pinterest, Newsletter, TikTok, Instagram-Story. Jeder Kanal, jede Plattform, jeder Ort, an dem du einen Affiliate-Link platzierst, braucht einen klaren Hinweis.

    Wie du Affiliate-Links konkret kennzeichnest – mit echten Beispielen

    Die gute Nachricht: Es gibt keine einzige vorgeschriebene Formulierung. Du hast Spielraum. Entscheidend ist, dass der Hinweis klar, verständlich und gut sichtbar ist. Er darf nicht am Ende eines langen Artikels versteckt sein, wenn der Link ganz oben steht.

    Im Blog-Artikel

    Platziere den Hinweis direkt am Anfang des Artikels oder unmittelbar vor dem ersten Affiliate-Link. Eine typische und rechtssichere Formulierung:

    • Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
    • Hinweis: Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Das bedeutet, ich verdiene eine Provision, wenn du über diesen Link kaufst.

    Beide Varianten funktionieren. Der zweite Satz mit dem Hinweis auf keine Mehrkosten für den Leser baut zusätzlich Vertrauen auf. Das ist kein Müssen, aber ein gutes Argument dafür.

    In Social Media und Instagram

    Auf Instagram gilt: Hashtags wie #ad oder #werbung müssen am Anfang des Posts stehen oder direkt beim Link. Nicht am Ende nach zehn weiteren Hashtags. Nicht in einer Story, wo man erst nach links swipen muss, um den Hinweis zu sehen. Sichtbar heißt: beim ersten Blick erkennbar.

    Markus, der auf Instagram über Produktivitäts-Tools postet, schreibt mittlerweile den Hinweis direkt in die erste Zeile seines Captions. Sein Engagement ist dadurch nicht gesunken. Im Gegenteil, seine Community weiß jetzt, dass er transparent ist, und vertraut seinen Empfehlungen mehr.

    Im Newsletter

    Auch E-Mail-Newsletter sind nicht ausgenommen. Platziere den Affiliate-Hinweis entweder ganz oben in der Mail oder direkt neben dem entsprechenden Link. Ein kurzes (Affiliate-Link) hinter der verlinkten Phrase reicht als Minimum. Besser ist ein kurzer Satz am Anfang der E-Mail.

    Wenn du gerade dabei bist, deinen Newsletter aufzubauen und ihn strategisch für Einnahmen zu nutzen, lohnt sich auch ein Blick auf wie du aus einer schläfrigen Liste echte Einnahmen machst. Die Kennzeichnung gehört dort von Anfang an rein.

    Was du auf keinen Fall tun solltest

    Es gibt ein paar Fehler, die immer wieder passieren. Hier sind die häufigsten:

    • Den Hinweis nur im Impressum oder in den Datenschutzerklärungen platzieren und sonst nirgends.
    • Formulierungen wie Partnerlink oder * ohne Erklärung, was das bedeutet.
    • Den Hinweis in einer Schriftgröße setzen, die kaum lesbar ist, oder in einer Farbe, die mit dem Hintergrund verschwimmt.
    • Bei gesponserten Kooperationen nur #sponsored schreiben, aber kein deutsches Äquivalent, wenn die Zielgruppe deutschsprachig ist.

    Und nein, der Hinweis am Seitenende im Footer zählt nicht als ausreichende Kennzeichnung für Links, die ganz oben im Inhalt stehen. Das hat die Rechtsprechung in Deutschland mehrfach bestätigt. Die BGH-Rechtsprechung und die Urteile der Oberlandesgerichte sind eindeutig: Der Hinweis muss dort sein, wo der Link ist.

    Die richtige Formulierung für verschiedene Plattformen im Überblick

    PlattformEmpfohlene PlatzierungBeispielformulierung
    Blog-ArtikelAnfang des ArtikelsDieser Artikel enthält Affiliate-Links.
    Instagram PostErste Zeile des Captions#Werbung | Affiliate-Link
    NewsletterAnfang der E-Mail oder am LinkHinweis: Einige Links sind Affiliate-Links.
    YouTubeErste 3 Zeilen der Beschreibung*Affiliate-Links in der Beschreibung
    PinterestIm Pin-Text, sichtbar ohne Klick(Affiliate-Link) direkt beim Link

    Affiliate-Marketing und Content: Wie beides zusammengeht, ohne unglaubwürdig zu wirken

    Die größte Befürchtung vieler Einsteiger ist, dass die Kennzeichnung das Vertrauen zerstört. Das Gegenteil ist der Fall. Wer transparent ist, wirkt glaubwürdiger. Leserinnen und Leser wissen, dass du irgendwie Geld verdienen musst, um guten Content zu produzieren. Ein ehrlicher Hinweis stört niemanden. Was stört, ist das Gefühl, getrickst zu werden.

    Wenn du also auf deinem Blog über Tools für Social-Media-Content schreibst und dabei auf das SOCIAL CONTENT SYSTEM ansehen verlinkst, dann schreibe das einfach dazu. Leserin Julia aus München hat auf ihrem Produktivitätsblog genau das umgesetzt: jeder Affiliate-Link mit Hinweis, jede Empfehlung mit persönlicher Einschätzung. Ihre Klickrate auf Affiliate-Links ist dadurch gestiegen, nicht gesunken.

    Wenn du wissen willst, wie du Content so aufbaust, dass er langfristig Vertrauen und Einnahmen generiert, schau dir auch an, welche digitalen Einkommensströme sich wirklich kombinieren lassen. Affiliate-Marketing ist oft ein Teil eines größeren Systems.

    Und wenn du noch am Anfang stehst und dir nicht sicher bist, welches Geschäftsmodell zu dir passt, bevor du überhaupt Affiliate-Links setzt, hilft dir dieser Artikel weiter: Wie du dich für ein Geschäftsmodell entscheidest, ohne dich zu verzetteln.

    Eine nützliche externe Ressource für aktuelle Informationen zur Kennzeichnungspflicht bietet die Verbraucherzentrale mit ihrem Überblick zu Influencer-Marketing und Kennzeichnungspflichten. Schau dort rein, wenn du tiefer einsteigen willst.

    Häufige Fragen zur Affiliate-Kennzeichnung

    Muss ich jeden einzelnen Link kennzeichnen oder reicht ein Hinweis am Artikelanfang?

    Ein klar sichtbarer Hinweis am Anfang des Artikels reicht in der Regel aus, wenn er alle Affiliate-Links im Beitrag abdeckt. Wenn jedoch ein einzelner Link weit unten steht und der Hinweis sehr weit oben, kann ein zusätzliches (Affiliate-Link) direkt beim Link sinnvoll sein, um auf der sicheren Seite zu stehen.

    Gilt die Kennzeichnungspflicht auch, wenn ich nur wenig verdiene?

    Ja. Die Höhe der Provision spielt keine Rolle. Auch ein einmaliger Affiliate-Link mit theoretisch 20 Cent Provision muss gekennzeichnet sein, wenn er auf einer öffentlich zugänglichen Seite oder in einem öffentlichen Profil erscheint.

    Reicht es, wenn ich im Impressum schreibe, dass ich Affiliate-Links nutze?

    Nein. Der Impressums-Hinweis gilt als nicht ausreichend. Die Kennzeichnung muss dort erscheinen, wo der Link ist, also im direkten Kontext des Contents.

    Was ist mit unveränderten, automatisch eingefügten Links zum Beispiel durch Plugins?

    Du bist als Seitenbetreiber verantwortlich, egal ob ein Plugin den Link setzt oder du es manuell tust. Stelle sicher, dass dein Kennzeichnungs-Hinweis alle Links abdeckt, auch automatisch generierte.


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    SOCIAL CONTENT SYSTEM

    Das SOCIAL CONTENT SYSTEM hilft dir, Content für Social Media systematisch zu erstellen und zu planen – genau das, was du brauchst, wenn du Affiliate-Links sinnvoll in echten Content einbetten willst. Wer strukturierten, vertrauenswürdigen Content produziert, platziert Affiliate-Empfehlungen glaubwürdiger und erzielt bessere Ergebnisse.

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