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    E-Mail-MarketingMatthias Beckmann

    E-Mail-Marketing für Anfänger: So baust du deine erste Liste auf

    E-Mail-Marketing für Anfänger: So baust du deine erste Liste auf
    Empfehlung zum Artikel:E-Mail Marketing Bootcamp

    Social Media ist gut. SEO ist wichtig. Aber E-Mail ist das einzige Marketingkanal, den dir niemand wegnehmen kann. Kein Algorithmus, kein Plattformwechsel, keine Reichweitenkürzung. Du besitzt deine Liste – und genau das macht sie so wertvoll.

    Das Beste: Du brauchst kein Geld, um heute damit anzufangen. Ein kostenloser Account bei Brevo oder MailerLite reicht für die ersten Hundert Abonnenten locker aus.

    Warum E-Mail noch immer funktioniert

    Kurze Antwort: weil Menschen E-Mails lesen. Laut aktuellen Studien liegt die durchschnittliche Öffnungsrate im Bereich Online-Business bei 25–35 Prozent. Instagram oder TikTok? Oft unter 5 Prozent organische Reichweite. Wer dir seine E-Mail-Adresse gibt, hat aktiv zugestimmt – das ist ein anderes Vertrauensniveau als ein Like.

    Dazu kommt: Eine E-Mail, die du heute schreibst, landet morgen früh direkt im Postfach deiner Leser. Kein Feed, kein Algorithmus, keine Konkurrenz durch andere Posts. Du kommunizierst direkt.

    Schritt 1: Das richtige Tool wählen

    Für den Start reichen drei Anbieter aus:

    • Brevo (ehemals Sendinblue): Kostenlos bis 300 Mails pro Tag, unbegrenzte Kontakte. Gut für alle, die schnell starten wollen.
    • MailerLite: Kostenlos bis 1.000 Abonnenten und 12.000 Mails pro Monat. Sehr aufgeräumte Oberfläche, ideal für Anfänger.
    • ConvertKit (jetzt Kit): Kostenlos bis 1.000 Abonnenten, speziell für Creator und Blogger gemacht.

    Ich empfehle MailerLite für den Einstieg. Die Bedienung ist selbsterklärend, die Templates sehen ordentlich aus und du kommst bis 1.000 Abonnenten komplett ohne Kosten aus.

    Schritt 2: Ein Freebie erstellen, das Leute wirklich wollen

    Niemand trägt sich in deinen Newsletter ein, weil er Newsletter so toll findet. Er trägt sich ein, weil er etwas dafür bekommt. Das Freebie – auch Lead-Magnet genannt – ist der Tausch: E-Mail-Adresse gegen Mehrwert.

    Was funktioniert gut:

    • Checklisten (schnell konsumierbar, sofort anwendbar)
    • Mini-Guides (3–5 Seiten zu einem spezifischen Problem)
    • Prompt-Sammlungen für KI-Tools
    • Vorlagen, die Arbeit abnehmen

    Was nicht funktioniert: "Trag dich ein und bekomme meinen Newsletter." Das ist kein Angebot.

    Erstelle dein Freebie als PDF – das geht mit Canva in einer Stunde. Es muss nicht perfekt sein, es muss nützlich sein.

    Schritt 3: Das Opt-in-Formular richtig aufsetzen

    Erstelle in deinem E-Mail-Tool ein einfaches Anmeldeformular. Zwei Felder reichen: Vorname und E-Mail. Jedes zusätzliche Feld kostet dich Anmeldungen – das ist empirisch belegt.

    Wichtig in Deutschland: Double-Opt-in ist Pflicht. Das bedeutet, dein Tool schickt nach der Anmeldung automatisch eine Bestätigungs-E-Mail. Erst wenn jemand diesen Link klickt, ist er wirklich in deiner Liste. Das klingt nach einem Extra-Schritt, schützt dich aber vor Abmahnungen.

    Binde das Formular überall ein, wo es passt: auf deiner Website, in deiner Instagram-Bio über einen Linkpage-Dienst wie Linktree oder Beacons, am Ende deiner Blogartikel.

    Was du in deinen ersten Mails schreiben solltest

    Deine Willkommens-Mail ist die meistgelesene Mail, die du jemals verschicken wirst. Öffnungsraten von 60–80 Prozent sind normal. Nutze sie gut:

    • Liefere sofort das Freebie
    • Stell dich kurz vor – wer bist du, warum sollte dein Leser deine Mails lesen?
    • Sage, was ihn in den nächsten Wochen erwartet

    Danach: Versende regelmäßig, aber nicht übertrieben. Einmal pro Woche oder zweimal pro Monat sind solide Rhythmen für den Anfang. Zuverlässigkeit schlägt Quantität.

    Die häufigsten Anfängerfehler

    Erstens: zu lange warten, bis die Liste "groß genug" ist. Fang an, wenn du 10 Abonnenten hast. Du wirst mit jeder Mail besser.

    Zweitens: keine Strategie hinter den Mails. Jede E-Mail sollte ein Ziel haben – informieren, verkaufen, Vertrauen aufbauen. Eine Mail ohne Ziel ist verschwendete Reichweite.

    Drittens: den Pflicht-Footer vergessen. Jede Marketing-Mail braucht in Deutschland einen Abmelde-Link und dein Impressum. Das macht dein Tool zwar oft automatisch, aber prüfe es beim ersten Mal manuell.

    Wann kommen die ersten Ergebnisse?

    Das kommt auf deine Nische und wie aktiv du deinen Lead-Magneten bewirbst an. Realistisch: mit einem sauberen Freebie und konsequenter Verbreitung auf einem Kanal (z.B. Pinterest oder Instagram) kannst du in 60–90 Tagen auf 100–300 Abonnenten kommen. Das klingt nach wenig, ist aber ein Fundament. 300 echte, engagierte Abonnenten sind wertvoller als 10.000 Follower auf Instagram, die nie kaufen.

    Fazit

    E-Mail-Marketing ist keine Raketenwissenschaft. Du brauchst ein kostenloses Tool, ein nützliches Freebie, ein Formular und die Disziplin, regelmäßig zu schreiben. Wer heute anfängt, hat in einem Jahr eine der stabilsten Einkommensquellen im Online-Business aufgebaut. Wer wartet, hat in einem Jahr immer noch 0 Abonnenten.

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