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    AutomatisierungMatthias Beckmann

    Automatisierung mit Make: Wie du als Anfänger Stunden sparst ohne eine Zeile Code

    Automatisierung mit Make: Wie du als Anfänger Stunden sparst ohne eine Zeile Code
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    Automatisierung & Produktivität
    ⚡ Das Wichtigste vorab:

    Make.com (früher Integromat) ist ein visuelles Automatisierungs-Tool. Du verbindest Apps per Drag & Drop und definierst, was wann passieren soll. Kein Code, kein Entwickler, kein monatliches IT-Budget. Der kostenlose Plan reicht für den Einstieg vollkommen aus.

    Was ist Make und warum brauchst du das?

    Stell dir vor, du bekommst jeden Tag eine neue E-Mail-Anmeldung. Du trägst sie manuell in deine Liste ein, schickst eine Willkommensnachricht, erstellst einen Eintrag in deiner Tabelle und benachrichtigst dich selbst im Slack. Das dauert 5 Minuten. Bei 10 Anmeldungen pro Tag sind das 50 Minuten – für eine Aufgabe, die sich nie ändert.

    Make erledigt das in Sekunden, während du schläfst. Der technische Begriff dafür ist "Workflow-Automatisierung". Der praktische Begriff: Endlich Feierabend.

    Das Tool verbindet über 2.000 Apps miteinander. Von Gmail über Shopify bis hin zu Claude – wenn dein Tool eine API hat, kann Make damit arbeiten. Und das meiste davon lässt sich ohne Programmierkenntnisse einrichten.

    Wie Make funktioniert: Trigger, Aktionen, Module

    Jeder Workflow in Make besteht aus drei Teilen: einem Trigger, einer oder mehreren Aktionen, und optionalen Filtern dazwischen.

    Begriff Was es bedeutet Beispiel
    Trigger Das Ereignis, das den Workflow startet Neues Formular abgesendet
    Aktion Was danach passiert E-Mail verschicken, Zeile in Tabelle einfügen
    Filter Bedingung, wann etwas passiert Nur wenn Land = Deutschland

    Das Schöne daran: Du siehst den gesamten Workflow als Bild. Kein Code, kein Scrollen durch Text. Du ziehst Module an ihren Platz, verbindest sie mit Linien und siehst sofort, was passiert.

    5 Workflows, die Anfänger sofort einsetzen können

    📚 Workflow 1: Lead-Magnet-Automatisierung

    Jemand trägt sich für dein Freebie ein → Make schreibt den Kontakt in Google Sheets, fügt ihn in deine E-Mail-Liste ein und sendet automatisch den Download-Link. Einmalig einrichten, läuft für immer.

    📚 Workflow 2: Social-Media-Recycling

    Dein neuer Blogbeitrag erscheint → Make postet automatisch einen Teaser auf Pinterest, LinkedIn und Instagram. Du schreibst einmal, Make verteilt überall.

    📚 Workflow 3: Kauf-Onboarding

    Jemand kauft dein digitales Produkt → Make legt ihn im CRM an, startet eine 5-teilige Onboarding-Sequenz und informiert dich per Telegram. Dein Kunde fühlt sich betreut, du hast nichts getan.

    📚 Workflow 4: Content-Pipeline mit KI

    Neue Idee in Notion eingetragen → Make sendet sie an Claude oder ChatGPT, bekommt einen Entwurf zurück und speichert ihn direkt als Notiz im gleichen Dokument. Ideenverarbeitung auf Autopilot.

    📚 Workflow 5: Wochenreport automatisch

    Jeden Montag früh sammelt Make deine Zahlen aus Stripe, Google Analytics und deiner E-Mail-Liste und schickt dir eine Übersicht per E-Mail. Du siehst in 30 Sekunden, wie die Woche lief.

    Die häufigsten Fehler beim Start mit Make

    ⚠️ Fehler #1: Zu viele Workflows gleichzeitig
    Viele starten enthusiastisch und bauen in der ersten Woche zehn Workflows. Drei davon funktionieren, sieben nicht richtig – und man weiß nicht mehr, was was macht. Besser: Ein Workflow vollständig zum Laufen bringen, dann den nächsten.
    ⚠️ Fehler #2: Kein Testlauf vor dem Aktivieren
    Make hat eine Testfunktion. Nutze sie. Wenn dein Workflow bei 500 Leads mit falschen Daten durchläuft, hast du ein Problem. Ein einfacher Test mit eigenen Daten vorher spart Kopfschmerzen.
    ⚠️ Fehler #3: Fehlerbehandlung vergessen
    Was passiert, wenn eine App nicht antwortet? Make bricht den Workflow ab – außer du richtest eine Fehlerbehandlung ein. Für wichtige Workflows solltest du zumindest eine E-Mail-Benachrichtigung bei Fehlern einbauen.

    Was kostet Make und wann reicht der kostenlose Plan?

    Der Free Plan gibt dir 1.000 Operationen pro Monat. Eine Operation ist grob gesagt ein Schritt in einem Workflow. Ein Workflow mit 3 Modulen, der 10 Mal läuft, verbraucht 30 Operationen.

    Für den Einstieg mit 2–3 Workflows und moderatem Volumen reicht das locker. Der günstigste Bezahlplan kostet etwa 9 € im Monat und bringt 10.000 Operationen. Das deckt ein gut laufendes Online-Business locker ab.

    Der direkte Vergleich: Zapier, das bekanntere Konkurrenzprodukt, ist deutlich teurer und gibt im Free-Plan nur 100 Aufgaben pro Monat. Make bietet mehr Flexibilität für weniger Geld – gerade für Einsteiger klar die bessere Wahl.

    Wo du anfangen solltest

    Schreib dir auf, welche Aufgabe du in deinem Business gerade noch manuell erledigst und dabei genervt bist. Genau das ist dein erster Workflow. Geh auf make.com, erstelle ein kostenloses Konto und such nach den beiden Apps, die du verbinden willst. Make hat Hunderte von Vorlagen für genau solche Fälle – oft musst du nur deine Zugangsdaten eintragen und bist fertig.

    Die erste Stunde mit Make ist manchmal frustrierend. Die zweite Stunde macht Spaß. Ab der dritten denkst du: Warum habe ich das nicht früher gemacht?

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